Emotionale Störung mit der Trennungsangst

von Eltern leben leichter

Fremdelt Ihr Kind im Alter von 8-14 Monaten?

Dann ist das normal! Hat Ihr Kind jedoch mehr als über vier Wochen Verlustangst und ist zudem bereits 6 Jahre alt, dann kann es sein, dass Ihr Kind eine „emotionale Störung“ mit der Trennung und der Angst hat.

Ihr Kind ist in Trennungssituationen ängstlich und nervös, wenn es beispielsweise von zu Hause weg kommt und vor einer möglichen Trennung Angst verspürt.

Die Angsterscheinungen treten auch auf, wenn es von einer geliebten Person, oder wie wir immer sagen von der „primären Bezugsperson“ (meistens Mutter) getrennt wird.

Diesbezüglich können bei Ihrem Kind auch körperliche Symptome auftreten! Unter denen Kopfschmerzen und Bauchschmerzen sowie auch Fieber, die meist bei bevorstehender Trennung auch Angst hervorrufen können.

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Die Trennungsangst bei Kindern verursacht zudem große Not für Ihr Kind, wenn es nicht mehr zur Schule gehen kann, oder die normale Aktivität dermaßen gestört ist, dass es mit anderen Kindern nicht spielen kann. Doch wie gehen Sie damit am Besten um?

Symptome einer „emotionalen Störung“ mit der Trennungsangst können vielfältig sein. Die Häufigsten Symptome mit der Trennungsangst sind jedoch folgende:

  1. Die größte Angst Ihres Kindes hierbei ist, dass es sich davor fürchtet, Ihnen sei etwas schlimmes passiert, wenn es von der Schule zurückkommt.
  2. Weiterhin fürchtet sich Ihr Kind davor, dass bei einer Trennung von Ihnen, ihm etwas schlimmes passieren könnte.
  3. Ihr Kind weigert sich davor, zur Schule, in den Kindergarten oder zur Oma zu gehen. Es möchte lieber bei Ihnen bleiben.
  4. Ihr Kind möchte die Nächte bei Ihnen verbringen. Es weigert sich mit viel Terror gegen das Schlafen im eigenen Zimmer.
  5. Es hat Angst vor dem Allein sein.
  6. Es hat Alpträume über eine Trennung oder das getrennt Sein.
  7. Es kann des Öfteren vorkommen, dass Ihr Kind zum Bettnässer wird.
  8. Es kann Körperliches Unwohlsein auftreten wie zum Beispiel: Kopf – und Bauchschmerzen.
  9. Jeden Morgen dasselbe „Theater“: Ihr Kind möchte nicht zur Schule oder in den Kindergarten. Dieses äußert sich durch Wutanfälle und lautem Weinen.

Ursachen einer „emotionalen Störung“ mit der Trennungsangst Trennungsangst entwickelt sich meist nach einer erheblichen Stresssituation oder einem traumatischen Ereignis im Leben eines Kindes.

Ein Aufenthalt im Krankenhaus, der Tod eines geliebten Menschen oder eines geliebten Tieres oder gar eine Änderung der Umwelt (z.B. Umzug in ein anderes Haus oder eine Veränderung der Schule).

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Die Anfälligkeit von Kindern durch „emotionale Störung“ mit der Trennungsangst steigt, wenn Familienmitglieder ebenfalls unter Angstzuständen leiden oder psychische Störungen haben. Kinder, deren Eltern über gewisse emotionale Schutzmaßnahmen verfügen, sind anfälliger für eine „emotionale Störung“ (vererbt).

In der Tat kann es durchaus sein, dass keine „Erkrankung“ des Kindes vorliegt, sondern Abbildungen der elterlichen Trennungsangst widergespiegelt werden. Die Angst der einen Person „nährt“ sozusagen die Angst der anderen.

Die Angst vor Trennung der Mutter überträgt sich auf die Angst des Kindes. Das Kind übernimmt die Ängste der Mutter.

Behandlungsmöglichkeiten bei „emotionalen Störungen“ des Kindes mit der Trennungsangst Die meisten leichteren Fälle von „emotionaler Störung“ mit Trennungsangst brauchen keine medizinische Behandlung.

In schwereren Fällen oder wenn das Kind sich weigert zur Schule zu gehen, wird eine Behandlung notwendig.

Die Ziele einer Behandlung sind Maßnahmen, um die Angst des Kindes zu lindern und ein Gefühl der Sicherheit zurückzuerlangen.

Weiterhin müssen Eltern, Betreuer, Erzieher/Innen und Bezugspersonen des Kindes über die Notwendigkeit einer natürlichen Trennung informiert werden.

Der Umfang der Behandlungsmöglichkeiten:
Therapie: Die Psychotherapie (sprich: Therapie) ist der wichtigste Ansatz zur Behandlung der „emotionalen Störung“ mit Trennungsangst.

Der Schwerpunkt der Therapie liegt darin, dem Kind zu helfen, sich von der Bezugsperson zu trennen, ohne dass die Trennung zu seelischer Belastung oder Beeinträchtigung führt.

Es gibt dabei die medizinische Form der kognitiven Verhaltenstherapie. Darauf wollen wir nicht weiter eingehen. Wichtig ist es für uns, dass Sie davon wissen. Dabei wird das Denken des Kindes so umgestaltet, dass Trennungsverhalten beim Kinde sich besser vollziehen lassen.

Medikamente: Es gibt durchaus auch Möglichkeiten der Antidepressiva, von denen wir Sie persönlich jedoch abraten würden. Dabei werden Anti-Angst-Medikamente verwendet, sodass schwere Fälle der Angststörung behandelt werden. In jenen Fällen immer den behandelnden Arzt aufsuchen!

Aussichten für Kinder mit „emotionaler Störung“ mit der Trennungsangst Störungen mit der Trennungsangst bei Kindern können besser werden, obwohl deren Symptome viele Jahre wieder auftreten. Insbesondere wenn belastende Ereignisse oder Situationen vorkommen.

Sofern die Behandlung oder der Umgang mit der Trennungsangst frühzeitig beginnt und dabei sowohl das Kind und die Familie beinhaltet, wird die Chance auf eine gesunde Entwicklung des Kindes erhöht.

Wie kann ich mein Kind vor einer „emotionalen Störung“ schützen? Es gibt keinen bekannten Weg, um eine Trennungsangst bei Kindern zu lindern. Jedes Kind auch Ihres wird sich früher oder später von Ihnen trennen lernen müssen. Viel eher sollten Sie die Trennungsangst Ihres Kindes frühzeitig erkennen und anschließend richtig handeln.

Sie ermöglichen Ihrem Kind mit der richtigen Begegnung der Trennungsangst, zum Einen sein Selbstbewusstsein zu stärken und zum Anderen seine Unabhängigkeit zu fördern. Ihre Unterstützung und Zustimmung ist dabei entscheidend, um zukünftige Episoden der Angst vor einer Trennung zu vermeiden.

Viel gesunden Umgang und freundliche Grüße.

Ihr Eltern leben leichter – Team

25 Gedanken zu „Emotionale Störung mit der Trennungsangst“

  1. Hallo liebes team, vielen dank fuer die interessanten tipps! unser sohn ist im moment 18 monate alt und „klammert“ so ziemlich an mir (mutter). ich wuerde gerne wissen: ab welchem alter sollten wir anfangen ihn mit seiner trennungsangst zu konfrontieren. es ist z.Z. gar nicht moeglich ihn mal fuer eine std. bei der lieben oma zu lassen. sonst hat er ein ziemlich soziales wesen und wirkt gesund und froelich. er moechte mich aber fast ueberall im blickwinkel haben. bitte um eine schnellstmoegliche antwort. Vielen dank archo/griechenland

  2. Mein Kind ist fast 6 und ich habe angefangen zu arbeiten. Nun hat sie ne Trennungsangst entwickelt. Mach mir Sorgen um mein Kleines. Bitte um die Broschüre. Danke

  3. Ich möchte auch gerne die Broschüre lesen, meine Tochter ist fast 7 und hat Schwierigkeiten mit der Trennung vor der Schule… sie weit und rennt mir hinterher

    Die Schule an sich findet sie toll und sie macht gut im Unterricht mit…

    Ich weiß nicht mehr weiter

    MFG

  4. Mich würde die Broschüre auch interessieren.
    Unser Sohn (5) träumt dass wir (mein Mann&ich) uns trennen und ich einen anderen Mann hab… dass träumt er schon 4 Monate!
    Lieben Gruss

  5. Hallo, mein sechsjähriger Sohn hat Trennungsangst und erst in 3 Wochen ein Termin zur Therapie. Ich hätte gerne diese Broschüre um zu helfen, was ich bis dahin tun kann. Er geht nicht in den Kindergarten und Freunde müssen zu uns kommen zum spielen. ?

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