Fehler machen erlaubt

von Eltern leben leichter

Aus Fehlern lernt jedes Kind - aber nur, wenn Sie es zum Lernen aus Fehlern bringen.

Denn Niederlagen und Fehler gehören im Leben mit dazu.

Für Sie als Mutter oder Vater Ihres Kindes mag es sehr bitter sein, mit anzuschauen, wie sich Ihr Kind über Fehler, Missgeschicke oder große Niederlagen ärgert. Sie werden Ihrem Kind jedoch seine eigenen Fehler nicht ersparen können.

Nun wollen wir Ihnen nicht weiter berichten, wie wichtig Fehler im Leben sind.

Denn das wissen Sie sicherlich auch selber. Im Hinblick auf das Lernen Ihres Kindes ist es für uns wichtiger zu schauen, welche Möglichkeiten Sie Ihrem Kind bieten können, sich weiterzuentwickeln und aus Fehlern zu lernen.

 

Dazu müssen Sie folgendes beachten:

Lassen Sie Ihr Kind wissen, dass auch Sie Fehler machen. Verbergen Sie Ihre eigenen Fehler nicht. Nur wenn Ihr Kind Sie als Vorbild sieht, kann es sich im „warmen“ Kontakt weiterentwickeln.

Wenn Sie in der Lage sind Ihre Fehler Ihrem Kind zu zeigen, wird es auch in der Lage sein eigene Fehler sich und anderen einzugestehen. Denn häufig leugnen Kinder Ihre Fehler aus Angst oder Scham.

Fehler zugeben ist aber schon lange nicht alles. Stehen Sie dazu, dass Ihr Kind in der Lage ist, Fehler wieder gut zu machen. Wenn Ihnen dies gelingt, wird Ihr Kind eine normale Einstellung zu Fehlern entwickeln.

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie selber offen und ehrlich mit Fehlern umgehen. Über sich selbst lachen bringt manchmal mehr, als dass es schadet.

Ärgern Sie sich über die eigenen Fehler, aber zeigen Sie Ihrem Kind anschließend, wie der Ärger wieder vergeht.
Stellen Sie sich den Menschen, die von dem Fehler einen mehr oder weniger Schaden genommen haben und entschuldigen Sie sich dafür.

 

Wie gibt mein Kind seine eigenen Fehler am Besten zu – was muss Ich tun?
  1. Zu wem hat Ihr Kind das größte Vertrauen in der Familie, bei wem würde es sich sicher fühlen und seine Fehler auch zugeben? Beantworten Sie zunächst diese Frage.
  2. Nicht sofort sich auf die Fehler stützen, sondern einen passenden Tag finden, wo darüber in Ruhe gesprochen werden kann. Ziehen Sie diese Zeit jedoch nicht lange voraus.
  3. Suchen Sie sich für ein ehrliches Gespräch mit Ihrem Kind einen vertrauten Ort aus. Am Besten dort, wo sich Ihr Kind wohl fühlt.
  4. Egal wie groß der Fehler war, Ihr Kind braucht Ihre Nähe. Zeigen Sie es ihm/ihr durch eine Umarmung. Und vermeide Sie es, Ihr Kind anzuschreien oder es zu beleidigen! ("Bist du bescheuert") - gehört absolut nicht mit zur guten Erziehung!
  5. Geben Sie Ihrem Kind Zeit und nehmen Sie sich auch entsprechend viel Zeit. Fehler haben meist eine längere und tiefere Ursache.
  6. Gemeinsam mit Ihrem Kind Lösungen finden. Zusammen die Sache wieder gut machen.
  7. Egal welche Vorschläge zur Wiedergutmachung Ihr Kind auch macht – nehmen Sie sie ernst und erfragen weiter seine Gedanken. Drängen Sie jedoch nicht zu einem Ergebnis.
  8. Ermutigen Sie Ihr Kind, wenn es vorher schon Probleme gelöst hat.

 

Damit Ihr Kind selbstbewusster mit Fehlern umgeht, signalisieren Sie Sicherheit und Ehrlichkeit. Es ist keine Katastrophe, Fehler zu machen, das weiß jeder – aber der falsche Umgang mit den Fehlern Ihres Kindes kann katastrophale Folgen haben. Seien Sie behutsam.

 

Viele Grüße
Ihr Eltern leben leichter - Team

 

PS: Haben Sie auch Erfahrungen mit Fehlern von Kindern gemacht? Wie haben Sie sich verhalten? Welche weiteren Tipps im Umgang haben Sie? Teilen Sie es uns unten mit einer Antwort.

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