Wie aus der Pubertät Respekt und Liebe erwächst

von Güngör Bayrak

Die Pubertät kann eine sehr anstrengende Zeit für Sie und Ihr heranwachsendes Kind sein.

Für Ihr Kind ist dies die Zeit emotionaler Höhen und Tiefen.

  • Sind Sie auf die Irrungen und Wirrungen der Pubertät gut vorbereitet?
  • Brauchen Sie Hilfe bei Kindererziehung in der Pubertät?

Dann will ich Sie ein wenig auf Ihrem Weg begleiten.

Um von gewissen plötzlichen Veränderungen Ihres Kindes nicht überrascht zu werden, wollen wir Sie ein wenig über die Schwierigkeiten in der Eltern-Kind Beziehung während der Pubertät aufklären.

Emotionale Probleme Ihres Kindes sind Erfahrungen, die es in der Pubertät macht. Damit Ihre Reaktion auf die Pubertät Ihres Kindes gut verläuft, habe ich für Sie einiges im Auge behalten.

Wie kann ich mit emotionalen Belastungen meines Kindes umgehen?

Bei Jungen, gleichermaßen wie auch bei Mädchen treten diese Veränderungen auf.

Ihre Gefühle zu den Mitmenschen und Eltern mit denen sie interagieren, ändern sich regelmäßig. Sie sind schnell reizbar und sehr sensibel. Temperamentvolle Ausbrüche können sie nicht so leicht kontrollieren.

Sie erhalten ein neues Bewusstsein für ihren Körper. Der veränderte Östrogenspiegel führt zu Stimmungsschwankungen bei Mädchen. Bei Jungen ist es der Testosteronspiegel.

 

Körperliche Veränderung und das andere Geschlecht

Während dieser Zeit der körperlichen Veränderung fühlt sich Ihr Kind meist unbeholfen und verlegen.

Weiterhin erleben Sie sexuelle Anziehung gegenüber dem anderen Geschlecht. Sie nehmen sich meist mit den Augen anderer besser wahr. Sie werden sich bewusst darüber, wie sie aussehen und was andere über sie denken.

 

Sie selbst waren auch einmal in der Pubertät

Obwohl es für Sie schwierig ist zu verstehen, was Ihr Kind in der Pubertät wirklich fühlt, können Sie es nachvollziehen, da sie selbst einmal durch diese Zeit gehen mussten.

Während dieser Zeit ist Ihr Kind sehr empfindlich und braucht nicht Ihr Mitleid, sondern Ihr Verständnis und Einfühlungsvermögen.

Denn manchmal geraten sie in einen Zustand starker Gefühle und emotionaler Gefühlsschwankungen, dass sie sich ein solches Verhalten nicht erklären können.

Was Ihr Kind genau fühlt

Ihr Kind ist meist ahnungslos darüber, dass Veränderungen zu einer Vielzahl von Emotionen wie Depression, Reizbarkeit, Traurigkeit und einem erhöhten Interesse der eigenen Sexualität führen.

 

Freiraum und Privatsphäre

Während der Pubertät wünscht sich Ihr Kind mehr persönlichen Freiraum und Privatsphäre.

Erlauben Sie Ihrem Kind in der Pubertät mehr Platz zur Privatsphäre, aber seien Sie achtsam, dass sie sich von Ihnen oder von der Familie nicht distanzieren.

Kommunikation ist sehr wichtig während dieser Zeit. Versuchen Sie mit Ihrem Kind über seine Gefühle zu sprechen. Gehen Sie die Gefühle durch. Lassen Sie Ihr Kind immer wissen, dass immer verfügbar sind, wenn es Sie braucht.

Selbst wenn es drei Uhr in der Nacht ist, erklären Sie sich bereit, zuzuhören und zu reden. Manchmal kann Ihr Kind jedoch nicht bereit sein, mit Ihnen über alles zu sprechen.

Ermuntern Sie es dazu, mit anderen älteren Geschwistern zu sprechen, die bereits eine solche Phase durchlebt haben.

Reichen Sie die helfende Hand, so ernten Sie im Gegenzug die Liebe und den Respekt

Was auch immer Ihr Kind auch fühlt oder denkt, es ist für ihn/sie in dem Moment real. Helfen Sie Ihrem Kind, seine Gefühle richtig zu ordnen.

Es mag Zeiten geben, wo Sie mit der Meinung nicht einverstanden sind. Aber trotzdessen müssen Sie ihm/ihr versichern, dass es nicht verkehrt ist, anders zu fühlen, ohne dass Sie gleich Ihren Ärger und Zorn zeigen.

Legen stattdessen die Gründe ihrer Uneinigkeit dar.

 

Verstehen Sie die Gefühle

Niemals herablassend reden. Gefühle sind nun einmal Gefühle.

Es gibt hierbei kein richtig oder falsch. Gefühle sind außerdem selten logisch. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass auch Sie nicht immer Recht haben.

Versuchen Sie die Gründe für die Gefühle Ihres Kindes zu verstehen. Wenn Sie welche Zweifel haben, fragen Sie nach Klärung. Es ist sehr sehr wichtig, Missverständnisse in diesem Zeitraum zu vermeiden.

 

Gründe verstehen

Kinder können während der Pubertät wirklich unausstehlich werden. Sie können stark egoistisch, arrogant, unhöflich oder launisch sein.

Denken Sie daran, dass sich Ihr Kind stark und fähig zeigen will, um so zu sein wie die Erwachsenen, die sie noch nicht sind. Hingegen können Sie innerlich Selbstzweifel, große Unsicherheit und Hilflosigkeit erleben.

 

Verständnis zeigen

Selbst wenn sich Ihr Kind dagegen wehrt oder sich verschließt: Umarmen Sie es, drücken und lassen es wissen, dass es geliebt wird, egal was ist.

Während die größere Verantwortung in dieser Zeit bei Ihnen liegt, sollten Sie wissen, dass sie nach dieser Zeit viel näher zueinander finden werden. Denn später werden Ihre Kinder feststellen, dass Sie für immer da waren, wenn Sie sie am meisten brauchten.

Dadurch, dass Sie während der Pubertät viel Verständnis und Einfühlungsvermögen zeigten, werden Sie sich ihren Respekt und ihre Liebe verdienen.

 

Viel Erfolg dabei.
Ihr Güngör

PS: Wenn Sie einen Kommentar schreiben, Ihre Erfahrungen mit uns teilen oder etwas zu bemängeln haben - dann hinterlassen Sie bitte unten eine Antwort.

 

3 Gedanken zu “Wie aus der Pubertät Respekt und Liebe erwächst

  1. Prinzensing

    Hi

    Unsere Tochter ist 12 Jahre alt. Sie durchlebt gerade eine Berg und Talfahrt mit ihren Gefühlen. Zumindest denke ich es. Das Problem momentan ist, dass sie auf einmal sehr große Trennungsängste hat. Auch ein Wechsel in eine neue Schulklasse (7 Klasse) seit Anfang der Schule ist momentan ein Problem. Des öfteren weint sie, weil sie Angst hat dort keine Freunde oder auch gemocht zu werden. Wir reden ruhig und eigentlich motivierend auf sie ein, dennoch weiß ich nicht ob dies normal ist (Pubertät) oder ob man hier doch vorsichtig und wachsam sein sollte. Ist das nur eine Phase? Sie ist eigentlich eine lebensfrohe Natur.

    Danke für Ratschläge
    Chris

    Antwort
  2. Anna

    Hallo Chris...

    Also ich kann aus meiner eigen erfahrung sagen das es nicht leicht ist die schule zu wechseln ich selber hab als kleines kind die schule drei mal gewechselt weil meine elter immer von einem ort zum anderen gezogen sind allerdings nur die erte zweite und dritte klasse in der grundschule musste ich wechseln, naja wo ich dan den ersten schulwechsel vor mir hatte hab ich richtig protestiert ich wollte nicht aus der klasse gehn und meine eltern und lehrer haben mir zwar gut zugeredet und es hatte mir die sache etwas erleichter aber ich wahr schon so abgeneigt obwohl ich die neue klasse noch nicht mal kannte das ich alle gehasst habe die lehrer die schüler den direktor einfach alle... ich denk mal hatte sich mein vater mehr mit gefühl und mich nicht arg schon fast gezwungen auf die schule zu gehn hätt ich das vill. Verkraftet es wahr aber sehr schwer den ersten schulwechsel zu meistern auf grundesen hatte ich auf der schule auch keine freunde weil ich mich von allem abgewendet habe und dannach bin ich nochmal gewechselt auf seine schule und darüber hab ich mich gefreut weil ich mir da gedacht hab dismal werd ich nicht so blöd sein 🙂 deswegen ist ein zweiter oder dritter schulwechsle garnicht so übel nur man sollte darauf achten ob das kind genug freunde hatte den wenn es welche hatte fühlt es sich wohl und lehrn besser .... 🙂

    Antwort
  3. babette

    hallo. die Tochter ist jetzt 14 und man könnte sie für erwachsen halten,aber sie benimmt sich nicht wie eine Erwachsene. ich hatte sie gefragt ,ganz nett, ob sie mir kurz mal helfen will, und die hat das rigoros abgelehnt. das hat mich ziemlich schockiert zu sehen. es gab dann Streit deswegen. in dem Alter sieht man noch nicht ein dass das Leben nicht nur aus *haben wollen" besteht. Dann bin ich nochmal hin zu ihr und hab gesagt dass es falsch war von mir ,anzunehmen dass sie schon so vernünftig genug ist, einzusehen dass von Zeit zu Zeit Mithilfe von ihr nötig ist . Ich werde sie nicht mehr fragen ob sie das will. in Zukunft werde ich ihr sagen wann ich Hilfe brauche. und dann muss sie das auch machen. sonst müssen andere Konsequenzen her. hab ihr erklärt dass gewisse Dinge sein müssen und nicht erst wenn sie mal Lust dazu hat. sSe hat das nicht besonders gern gehört aber es gab keine Diskussion von ihr. das war schon mal gut.

    Antwort

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