Trennungsangst von Kleinkindern im Kindergartenalter

 Autorinnen: Trudi Kühn u. Roxana Petcov, Herausgeberinnen des STEP Programms.

Eltern und Erzieher/innen helfen den Kindern - jeder auf seine Weise, aber auch gemeinsam - mit Trennungsängsten umzugehen.

Nicht nur Kinder, sondern auch Eltern leiden oft unter Trennungsängsten.

Sie möchten nicht die Ursache für den Schmerz ihres Kindes sein.

Möglicherweise fühlen sie sich schuldig, es tut ihnen Leid oder es ist ihnen peinlich, dass sie ihr Kind bei der Kinderbetreuung oder in der Einrichtung zurücklassen. Kinder spüren die Haltung ihrer Eltern – und das kann die Trennungsängste für beide vergrößern.

Große Hilfe kann den Eltern aus der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Erzieher/innen erwachsen.

Indem die Eltern die Mitarbeiter/innen der Einrichtung auf ihre Ängste und die ihres Kindes ansprechen und gemeinsam überlegen, wie sie – zum Wohle aller, aber insbesondere des Kindes - am besten vorgehen.

 


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Für die Eltern ist es wichtig,

Verständnis für die ganz normalen Ängste des Kindes, für seine Not, in dieser Situation zu haben. Wenn Eltern übertrieben reagieren, werden die Ängste vermutlich größer. Durch aktives Zuhören können die Eltern schon auf dem Weg zur Kita zeigen, dass sie die Angst des Kindes verstehen: „Kann es sein, dass du ein bisschen Angst hast, weil du heute zum ersten Mal in den Kindergarten gehst? Möchtest du mir erzählen, woran du denkst?

Vertrauen in die Entwicklung des Kindes zu haben und die Erwartung, dass das Kind diesen neuen Schritt gehen kann. Das Kind spürt dieses Vertrauen und lernt Mut zu entwickeln. Mut ist die positive Alternative – die Kehrseite – zur Angst. Das Kind gewinnt an Sicherheit und Unabhängigkeit und damit Selbstvertrauen. Es wachsen ihm langsam Flügel.

Bekanntes schenkt Kindern Geborgenheit. Der Kindergarten dagegen ist neu, ungewohnt und damit fremd. Deshalb hilft z.B. ein Schal der Eltern während des Tages die Brücke vom Neuen zum Gewohnten und damit zur Sicherheit (zu den Wurzeln) zu schlagen.

Sie sollten wissen, dass das Kind in der Phase der Anpassung, wenn es nach dem Kindergarten wieder zu Hause ist, unbedingt sehr viel Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht. Dann fällt es ihm auch wieder leichter, sich am nächsten Tag erneut zu trennen. Die Zuverlässigkeit, die Eltern beim pünktlichen Abholen zeigen, gibt dem Kind Sicherheit und ist deshalb förderlich für den Gewöhnungsprozess.

 

Für viele Kinder ist der Kindergarten die erste längere Phase der Trennung von ihren Eltern.

Auch wenn die Kinder behutsam eingewöhnt werden, sind hin und wieder auftretende Trennungsängste normal.

Von Zeit zu Zeit müssen Eltern und Erzieher/innen bei Kindern mit Gefühlsausbrüchen rechnen, die darauf zurückzuführen sind.

Es ist wichtig, dass sowohl Eltern als auch Erzieher/innen den Kindern einfühlsam und respektvoll begegnen, wenn sie ihnen helfen, ihre Ängste zu überwinden.

Erzieher/innen helfen sich in ihrem Alltag auch selbst, wenn sie die Eltern mit ihren ängstlichen Gefühlen verstehen und sie unterstützen in dieser Phase des ersten Loslassens.

Eine fruchtbare, auf Wertschätzung beruhende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Erzieher/innen und Eltern kann so ihren Anfang nehmen.

Um die Auswirkungen der Trennungsangst zu mindern, können Eltern und Erzieher/in z.B. vereinbaren, dass...

die Eltern morgens sofort gehen -  nachdem sie das Kind in die Kita gebracht, sich verabschiedet und versichert haben, dass sie wiederkommen. Wichtig bei diesem Prozess des Abschieds ist, dass auch die Erzieher/innen den Kindern immer  versichern, dass die Eltern wiederkommen, um sie abzuholen.

der/die Erzieher/in das Kind am Morgen mit seinem Namen begrüßt und ruhig und freundlich mit ihm spricht. Die Erzieher/innen begeben sich auf Augenhöhe, hören dem Kind aktiv zu und zeigen  Respekt und Verständnis für seine Angst: „Ich sehe, Du bist traurig, weil dein Vater jetzt geht, nicht wahr? Er kommt später wieder, um Dich abzuholen.“

der/die Erzieher/in nach der Ankunft dem Kind die Hand reicht oder ihm anbietet, auf dem Schoß zu sitzen, bis es seine emotionale Balance wiedererlangt hat. Manche Kinder sind bereits nach wenigen Minuten in der Lage, sich einer Aktivität zu widmen. Andere brauchen vielleicht eine ruhige Zeit für sich selbst. Wichtig dabei, den persönlichen Stil und das Temperament eines Kindes zu respektieren. Es hilft sowohl dem Kind als auch den Eltern, wenn die Erzieher/in bzw. der Erzieher in der Situation Ruhe, Vertrauen und eine wohlwollende Entschlossenheit ausstrahlt.

der Erzieher/die Erzieherin das Kind sobald wie möglich in Richtung seiner Freunde, Spielzeuge oder seiner Lieblingstätigkeiten führt.

die Eltern, wenn sie ihr Kind abgeben, etwas, das ihnen gehört, wie beispielsweise einen Schal, in der Einrichtung zurücklassen. Wenn das Kind im Laufe des Tages wieder ängstlich wird, kann das Kind wieder Sicherheit gewinnen, indem es den Schal sieht oder für eine Weile herumträgt.    wichtig ist, in der Gruppe vor allen Kindern zu betonen, dass es in Ordnung ist, Angst zu haben, wenn die Eltern am Morgen weggehen. Die Kinder sollen wissen, dass jeder manchmal diese Gefühle hat, dass sie normal sind und dass sie vorübergehen.

Informationen zu STEP Der Elternkurs und STEP Die Weiterbildung für Erzieher/innen unter www.instep-online.de

Kontakt: InSTEP Weiterbildungsinstitut, Kreuzbergstr. 84, 40489 Düsseldorf, 0211-4089888

Trudi.Kuehn@instep-online.de

STEP Gastbeitrag für die Website www.elternlebenleichter.com

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