Babyerziehung – Geborgenheit statt Regeln im ersten Jahr

Wer ein Baby bekommt, stellt sich schon bald die Frage, ab wann mit der Erziehung begonnen werden soll. Schließlich muss man das kleine Wesen schützen und man möchte den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Grenzen und Regeln braucht ein Baby noch nicht, aber durch einen festen Rhythmus und Rituale können Eltern trotzdem die Basis für einen guten Start ins Leben bilden.

Der Reifeprozess beginnt!

Rituale und ein fester Rhythmus sind im Alltag wichtig. Die meisten Eltern wollen, dass ihr Kind rücksichtsvoll, geduldig und auf keinen Fall verzogen wird. Doch für Erziehung verbunden mit geistigen und sozialen Entwicklungsschritten ist zunächst die körperliche Reife wichtig.

Das spielt zum Beispiel auch beim Trockenwerden eine große Rolle, denn elterlicher Ehrgeiz nützt hier nichts. Erst durch Bildung entsprechender Nervenbahnen zwischen Rückenmark und Gehirn, kann ein Kind seine Blase auch tatsächlich kontrollieren.

Im ersten Jahr Zuwendung und Sicherheit!

Im ersten Jahr heißt Erziehung nicht, das Baby verbal zu belehren und Grenzen zu setzen, sondern man sollte ihm vor allem Sicherheit und Zuwendung geben, damit es sich geborgen fühlt. Von Geburt an ist ein fester Rhythmus wichtig, denn dadurch lernt das kleine Wesen, sich später an Regeln zu halten. Auch essen und schlafen Babys viel besser, wenn man ihnen von Anfang an einen geregelten Tagesablauf bietet.

Vor allem Liebe und Geborgenheit geben…

Der Mythos, Kinder nicht zu sehr zu verwöhnen, indem man sie einfach mal schreien lässt, ist falsch. Denn für eine gesunde Entwicklung sind Liebe und Geborgenheit besonders sehr wichtig. Sie geben dem Baby Selbstvertrauen und helfen ihm, seinen Platz in der Familie zu finden. Außerdem weint ein kleines Kind nie ohne Grund, sondern weil es Hunger hat, die Windel voll ist, Zuwendung braucht, müde ist oder Schmerzen hat. Schreien ist die einzige Möglichkeit für Säuglinge, ihre Bedürfnisse auszudrücken und deshalb sollte darauf immer reagiert werden.

Das Elternbett im Babyalter.

Auch, dass man Babys beibringen muss, im eigenen Bett zu schlafen, ist nicht so streng zu handhaben. Ist das Kind unruhig und weint, kann es auch mal ins Elternbett geholt werden. Ansonsten sollte man das Einschlafen im eigenen Bettchen durch ein festes Ritual mit Streicheln und leisem Singen fördern.

Die Nahrungsaufnahme.

Bei der Nahrungsaufnahme muss man nicht regulierend eingreifen, denn schon Babys wissen, wann sie satt sind, wenden sich von der Brust ab oder schieben das Tellerchen weg. Zwingt man das Kind weiter zu essen, verlernt es, auf das eigene Sättigungsgefühl zu hören und wird dadurch später eventuell übergewichtig.

Passender Schnuller in den Anfangsjahren!

Schnuller beruhigen Babys und befriedigen den natürlichen Saugreflex. Moderne Beruhigungssauger, sind kiefergerecht geformt. Durch ihre Luftdurchlässigkeit entstehen auch bei längerer Benutzung keine Hautirritationen am Mundbereich. Schon in den ersten Lebenswochen sollte man dem Baby einen Schnuller anbieten, damit es nicht stattdessen seinen Daumen benutzt und es dadurch zu einer negativen Beeinträchtigung der Zahnstellung kommt.

Am Ende des zweiten Lebensjahres muss man das Kind langsam entwöhnen, denn ein längerer Gebrauch kann die Sprachentwicklung störend beeinflussen.

Die Trotzphase beginnt ab dem ersten Jahr!

Nach dem ersten Jahr wird das Baby langsam ein sprechendes und laufendes Kleinkind. Mit der neuen Freiheit beginnt auch meist die Trotzphase, denn das Kind muss erst lernen, mit Frust und Enttäuschung umzugehen. Das wichtigste ist, in dieser Zeit als Eltern gelassen zu bleiben und die Wutanfälle des Nachwuchses nicht persönlich zu nehmen.

Das Kind orientiert sich jetzt besonders an den Erwachsenen und deshalb sollte man darauf achten, ein gutes Vorbild zu sein. Durch Reden oder Schimpfen erreicht man in dieser schwierigen Phase nicht viel, sondern eher dadurch, dass man das trotzige Kind in den Am nimmt und ihm Sicherheit gibt, bis es sich wieder beruhigt hat.

 

 

 

 

 

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