Gefahren für Kinder in der virtuellen Welt

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Wie Sie die Gefahren im Internet frühzeitig erkennen und durch gezielte Aufklärung ihr Kind besser schützen.

Nicht seit den jüngsten Vorfällen um den CIA Agenten Edward Snowden ist das Thema Internet wieder in der Öffentlichkeit angekommen. Da machen sich nicht nur die Politiker Sorgen um ihre Netzwerke und Telefonate, sondern auch Eltern um die Aktivitäten ihrer Kinder im Internet.

Das Internet wird gerne als eine Welt gesehen, die sich außerhalb der realen Welt abspielt. Immer wieder liest und hört man von der „virtuellen Welt“ und der „realen Welt“.

 

 

Folgen wir mal kurz dieser Logik:

In der „realen Welt“ sind auch die Gefahren real. Fällt das Kind hin, hat es eine blutende Schramme am Knie. In der „virtuellen Welt“ sind demzufolge auch die Gefahren „virtuell“. Schaut sich das Kind Pornos an, trägt es keinen Schaden davon. Natürlich ist diese Logik völliger Unsinn.

Dennoch leben viel zu viele Eltern genau nach dieser Logik und lassen ihr Kind im Internet einfach gewähren. Es wird schon nichts passieren.
Welche Gefahren lauern denn im Internet? Die Gefahren, denen Ihr Kind im Internet ausgeliefert ist, sind vielfältig.

Hier eine kurze Übersicht:

 

Cybermobbing:

Mobbing gibt es schon ewig, auch wenn es nicht immer diese Bezeichnung trug. Durch das Internet hat Mobbing jedoch eine völlig neue Qualität erreicht. Die vermeintliche Anonymität führt dazu, dass die Häufigkeit solcher Vorfälle extrem zugenommen hat. Zudem ist die Multiplikation nicht zu unterschätzen. Wurde man damals von ein, zwei Personen gemobbt, ist es heute schnell eine Gruppe von 10, 20 oder mehr Personen, die einem das Leben zur Hölle machen. Da Kinder hierrüber nur selten reden, liegt der einzige Ausweg häufig im Suizid.

 

Pornografie:

Das Angebot an sexuellen Inhalten im Internet ist für Kinder nahezu als „Flatrate für Pornos“ anzusehen. Frei verfügbar ist alles, was man sich legal und illegal im Geschäft des Sex so denken kann. Einige Seiten beachten zwar den Jugendschutz, jedoch ist das leider eher die Ausnahme. Viele Angebote kommen aus dem Ausland und sind frei zugänglich.

 

Pädophilie:

Für Pädophile ist das Internet eine Art Paradies. Selten war es so einfach, Kontakte zu Kindern und Jugendlichen zu knüpfen. Anfangs ging es „nur“ um das Beschaffen von kinderpornografischem Material. Heute jedoch ist das Internet eher eine Kontaktbörse für Pädophile. Sexuelle Übergriffe sind keine Seltenheit. Immer wieder fliegen ganze Banden an Tätern auf, jedoch wird dabei nur an der Oberfläche gekratzt.

 

Sucht:

Kennen Sie die „Nomophobie“? Dieses Wort bedeutet „No mobile Phone Phobie“, also die Angst, kein Handy mehr zu haben.
Für Kinder ist das Smartphone kaum noch wegzudenken. Ein Leben ohne dieses Stück Technik kaum mehr denkbar. Auch die Sucht nach Onlinespielen ist anerkannt und erreicht Ausmaße, die man sich vor wenigen Jahren nie hätte vorstellen können. Häufig kann nur noch eine Psychotherapie den Betroffenen helfen.

 

Urheberrechtsverletzung:

Bilder, Musik, Dokumente und Filme werden im Internet und per Handy getauscht, als wäre es das Normalste von der Welt. Mal eben ein Bild bei Google geteilt, oder den neuesten Song an den Kumpel geschickt. Leider ist Kindern und Jugendlichen kaum bewusst, dass dieses Verhalten strafbar ist. Wie kann etwas, das so einfach ist, denn bloß verboten sein?

Leidtragende sind am Ende die Eltern. Häufig sind Abmahnungen die Folge und die hiermit verbundenen Kosten sind teilweise enorm.
Alle Gefahren sind absolut real und könne ebenso reale Folgen nach sich ziehen – im realen Leben!

 

Das eigene Kind vor Gefahren im Internet schützen!

Das eigene Kind zu hiervor zu schützen, ist einfacher, als viele denken. Spezielle Software, so genannte „Kinderschutzsoftware“ schränkt die Handlungsfähigkeit der Kids am PC und am Smartphone enorm ein. Es sind die Eltern, die bestimmen, wann, wie of und wie lange sich das Kind im Internet bewegt. Zudem wird anhand von Filtern festgelegt, welche Inhalte das Kind zu sehen bekommt und welche verborgen bleiben. Auf dem Smartphone kommt zusätzlich hinzu, dass das Kind nur die Apps benutzen darf, die die Eltern für geeignet halten.

Kinder haben Ahnung – Eltern meist nicht!

Dennoch geben 28% der Eltern in Deutschland an, dass sie jegliche Kontrolle über das Surfverhalten ihrer Kinder verloren haben (Umfrage von Kaspersky und B2B aus 2013). Warum ist das so?

Die Antwort ist so einfach, wie bedrückend: Kinder haben Ahnung von Computer und Internet – Eltern nicht!
Wie soll eine Mutter, die gerade mal weiß, wie man den PC einschaltet, die Kinderschutzsoftware installieren, einrichten und bedienen? So bleibt der Schutz dann außen vor und das Kind hat absolut freie Hand.

Aufklärung für Eltern und Kinder

Aufklärung ist sicherlich immer der beste Schutz. Sowohl die Aufklärung der Kinder, als auch die Aufklärung der Eltern. Dennoch führt kein Weg an einer Softwarelösung vorbei. Hier ist es zwingend erforderlich, dass Eltern sich ggf. Hilfe holen.

Die Möglichkeiten sind da, sie müssen nur genutzt werden! Es kann und darf nicht sein, dass Kinder unkontrolliert im Internet unterwegs sind, nur weil den Eltern das Wissen hierzu fehlt. Daher: Wegsehen war gestern – heute ist handeln angesagt. Schützen Sie Ihr Kind, vor den ganz realen Gefahren!

 

Der Autor:
Frank Grimm, 46, wurde oft gefragt, ob er nicht dabei helfen könne, die Computer von Bekannten und Verwandten kindersicher zu machen. So sammelte er Erfahrungen in diesem Bereich. Ende 2013 startete er das Projekt „ONLINE? Aber sicher!“. Hier finden Eltern Aufklärung, als auch praktische Hilfe bei der Installation von Kinderschutzsoftware.

 

 

 

 

3 comments on “Gefahren für Kinder in der virtuellen Welt

  1. Ein wirklich guter Artikel zu einem wichtigen Thema. Auch die Seite von Herrn Grimm gefällt mir.

    Folgendes würde ich ergänzen:

    Datensparsamkeit
    Mittlerweile werden bei fast jedem Internetdienst eine Vielzahl von Informationen wie selbstverständlich abgefragt, die meisten Kinder geben diese einfach preis. Diese Daten werden nicht selten ewig gespeichert, ins Ausland transferiert, abgeglichen, weitergegeben, etc..

    Die viel zitierten „Partybilder“ sind deutlich problematischer, wenn sie sich per Vor- und Zunamen einfach über gängige Suchmaschinen finden lassen.

    Daher mit persönlichen Daten sparsam umgehen, Spitznamen verwenden, etc..

    • Hallo mike,

      danke zunächst für das Lob. Wir werden Deine Anmerkungen aufnehmen und in der nächsten Zeit auf unserer Seite darauf hinweisen.

      Gruß,

      Frank Grimm
      “ONLINE? Aber sicher!”

  2. Ich denke auch, dass es der sehr wichtig ist, die Kinder schon sehr früh aufzuklären und ihnen die Gefahren im Internet bewusst zu machen.
    Denn leider ist es so, dass nicht jede Kindersicherung fürs Internet immer so funktioniert wie sie sollte. Vor allem bin ich bei meinem Sohn, sehr vorsichtig, was virtuelle Spiele und Social Networks betrifft.

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