Warum ist das Erziehen von ADHS Kindern anders? Was kann ich tun, damit der Alltag leichter wird – Teil 2

Nun schauen wir uns an, wie Sie und Ihr Kind mit dem Stress besser umgehen können und somit erhebliche Hyperaktivität und impulsives Verhalten vermeidet.

Teil 2 unseres Beitrags zum Thema:

„Warum ist das Erziehen von ADHS Kindern anders? Was kann ich tun, damit der Alltag leichter wird“…

Lesen Sie hier Teil 1



 

Wie Ihr Kind mit störenden Stressfaktoren fertig wird

Stress ist nicht ungesund, solange es die eigenen Fähigkeiten nicht behindert. Damit Ihr Kind mehr Zufriedenheit erfährt muss es mit Stress umgehen können. An Aufgaben können Kinder wachsen und jede Aufgabe ist eine Herausforderung und gleichzeitig auch immer ein wenig stressig.

Für Kinder ist es wichtig, dass sie wissen wie man die Waage hält. Doch wie kann Ihr Kind einen inneren Ausgleich finden und wie können Sie Ihrem Kind helfen, die Stressfaktoren besser zu bewältigen?

Sie sollten nicht vergessen, dass es in diesem Beitrag, um ADHS bei Kindern geht. Allerdings sollten Sie weiterhin wissen, dass diese Bezeichnung lediglich ins Sprachgebrauch hineingewachsen ist.

Wir wollen uns daher weniger mit dem Begriff, sondern viel mehr mit den Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern befassen. Denn Kinder brauchen Unterstützung und Hilfestellungen.

Jedes Kind ist auf einer gewissen Art und Weise hyperaktiv und impulsiv. Aktivität bei Kindern deutet auf etwas sehr Gutes hin. Aktive Kinder sind lebensfreudig und lernen schnell. Sie sind mutig und haben weniger Furcht vor unangenehmen Situationen.

Lassen Sie Ihr Kind gewähren, ganz egal wie der Bewegungsdrang Ihres Kindes auch bezeichnet wird.

Und nun lassen Sie uns die Unterstützungsmöglichkeiten uns genauer anschauen, die Eltern ihren Kindern bieten können.

 

Hilfe gegen Stress: Was Eltern tun können!

Wenn Ihr Kind in Stresssituationen gerät, dann sollten Sie einige Dinge beachten. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihrem Kind helfen, Stress besser zu bewältigen.

  • Die einfachste methode der Welt bedeutet: Lob!
    Loben Worte tuen jedem gut. Anerkennung ist ein Bedürfnis jedes Menschen. Ein positives Feedback schafft positive Atmospäre.
    Ihr Kind fühlt sic aufgehoben und akzeptiert, wenn es von Ihnen regelmäßig Lob erntet.
    Loben Sie Ihr Kind bei Kleinigkeiten, die leicht übersehen werden. Das stärkt das Selbstbewusstsein und stärkt die emotionale Bindung.
    Sie sollten Ihr Kind sofort loben, wenn es der Situation entspricht.
    Sie sollten die Bemühungen loben und nicht nur die Erfolge.
    Sie sollten authentisch wirken und nicht ein Lob vorspielen.

 

  • Fördern Sie die Eigenständigkeit Ihres Kindes!
    Wenn Sie Ihrem Kind Vertrauen schenken und dadurch Zuversicht vermitteln, dann werden Sie schon bald die Erfolge sehen.
    Stellen Sie Ihr Kind vor „kleine“ Herausforderungen und trauen Sie ihm es zu, dass es diese selbständig bewältigt.
    Bauen Sie auf die Erfolgserlebnisse Ihres Kindes auf.
    Lassen Sie Ihr Kind überall mitwirken, beim Grillen, beim Aufbauen, beim Aufräumen… Überall dort, wo eigentlich Erwachsene wirken, dürfen auch Kinder ran – wenn auch unter Aufsicht von Eltern!
    Lassen Sie Ihr Kind Entscheidungen treffen und Probleme lösen.

 

  • Zeigen Sie im Umgang mit Ihrem Kind viel Empathie!
    Haben Sie sich schon einmal in die Lage Ihres Kindes versetzt?
    Wenn Sie das bisher verpasst haben, dann sollten Sie dies in Zukunft öfters tun.
    Zwischenmenschliche Beziehungen leben von Empathie und Vertrauen.
    Nehmen Sie die Person Ihres Kindes ernst, indem Sie auf seine Gedanken eingehen und diese versuchen nachzuvollziehen.
    Hören Sie Ihrem Kind gut zu, das ist eine sehr gute Methode, es besser zu verstehen.
    Achten Sie auf Adjektive und Verben, die es benutzt, dadurch werden Sie mehr über die Gefühle erfahren.

 

  • Haben Sie einen festen Tagesablauf? Bedeutung der Rituale und Strukturen!
    Rituale und Strukturen und feste Abläufe im Alltag geben Ihrem Kind Sicherheit.
    Rituale folgen bestimmten Mustern und vermitteln versteckte Botschaften, an die sich Kinder und Eltern halten. Das schafft Vertrauen.
    Zu den Ritualen gehören feste Mahlzeiten, gemeinsame Unternehmungen, Ausflüge, Gute-Nacht Geschichten oder Besuch bei Großeltern und Familientreffen.

 

Eltern helfen ADHS Kind

wie Sie sehen, bedeutet die Bezeichnung „ADHS Kind“ nicht unbedingt Negatives für Ihr Kind.

Allerdings kann der Alltag so stressig werden, dass Ihr Kind damit nicht klar kommt. Kinder sind sensibel und müssen dementsprechend behandelt werden.

Die erste Stufe der Empathie ist sehr bedeutsam. Denn auf die Erkentnisse der Empathie baut Ihr weiteres Handeln.

Halten Sie sich an die Tipps zur Bewältigung von Stress bei ADHS Kindern. Sie können trotz „negativer“ Ausgangslage des ADHS Kindes viel dazu beitragen, dass sich Ihr Kind wohl fühlt. Dazu gehören Bewältigungsstrategien, damit Ihr Kind es leichter hat die „Waage“ zu halten.

Es wird wichtig sein zu sehen, was Lehrer, Freunde und peer groups (gleichaltrige Kinder) untereinander leisten können, um das Stressniveau bei ADHS Kindern weiter zu senken. In diesem Beitrag sollte es jedoch in erster Linie nur um das Eltern Verhalten gehen.

Wir wollen Sie jedoch noch einmal dafür entschuldigen, dass wir den Begriff ADHS Kind öfters im Beitrag benutzt haben, da wir der Meinung sind, dass der Begriff etwas negativ behaftet ist.

Trotz großer Bemühungen wird es uns jedoch auch in Zukunft nicht so leicht gelingen, mit diesen „künstlich“ erschaffenen Bezeichnungen für Kinderverhalten etwas anzufangen. Dennoch führen wir diese für ein besseres Verständnis ein.

Wir danken für Ihre Nachsicht und Ihr Verständnis und wünschen viel Erfolg mit Ihrem Kind!

 

Ihr
Eltern leben leichter

Ein Gedanke zu „Warum ist das Erziehen von ADHS Kindern anders? Was kann ich tun, damit der Alltag leichter wird – Teil 2“

  1. Es ist Heute wohl wirklich so dass ADHS die Hauptausrede für schlechte Erziehung und vor Allem Eltern die keine Zeit für das Kind haben ist. Selbstverständlich verdienen Pharmas und Therapeuten gut daran.

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