Sinnvolle Konsequenzen bei Kindern – Teil 1 Beispiele

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Sinnvolle Konsequenzen bei Kindern.

Konsequenzen sollen Kindern eine Richtung in der Erziehung zeigen und ihnen Halt und Orientierung geben. Ihr Kind sollte wissen, was es darf und was nicht.

Konsequenzen bei Kindern können Sie auf unterschiedliche Situationen zuschneiden. Am Besten und Effektivsten sind Konsequenzen kombiniert mit einem Fokus auf das positive Verhalten Ihres Kindes.

Sie haben ein großes Probelm mit Ihrem Vorschulkind, das Ihnen nicht gehorcht und vor allem in der Öffentlichkeit nicht das tut, was Sie wollen?

Ihr Kind tut, was immer Sie ihm/ihr gebeten, immer nur das Gegenteil? Sie werden förmlich von den Blicken der Menschen erdrückt, die alle auf Sie gerichtet sind?

Wichtig!

In diesem Beitrag wollen wir Ihnen helfen, schnelle und effektive Methoden zu finden, um richtige Konsequenzen bei jeglichem Kinderverhalten umzusetzen.

Aber zunächst geht es im ersten Teil um Entwicklungsaufgaben für Eltern in der Trotzphase.

Erst im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit den richtigen, sinnvollen und effektiven Konsequenzen bei Kindern!

Daher empfehlen wir Ihnen, sich den umfangreichen Beitrag in Abschnitten durchzulesen, Sie werden viel über richtiges Verhalten von konsequenten Eltern in der Kindererziehung erfahren!

Sinnvolle Konsequenzen gehören zur Kindererziehung und sind sehr wichtig.

Falsches Verhalten von Eltern hingegen kann die Kinderentwicklung behindern und erschweren.

Lassen Sie sich Zeit beim Lesen dieses Beitrags.

Wenn Sie wollen, können Sie uns einen Kommentar dazu zum Schluss schreiben und Ihre Eindrücke uns schildern.

Und los geht´s…

Sinnvolle Konsequenzen bei Kindern und insbesondere Vorschulkindern in der Erziehung

Bei dem Thema richtige/sinnvolle Konsequenzen bei Kindern müssen Sie vor allem das Kind verstehen, bevor Sie sich um die richtigen Konsequenzen bei Kinderverhalten Gedanken machen.

Jedes Kinderalter verlangt von Ihnen, unterschiedliche Entwicklungsaufgaben in der Kindererziehung zu meistern.

Je nach Alter sind altersgerechte Konsequenzen bei Kindern wertvoll und wichtig für die Erziehung.

Zwei – bis dreijährige Kinder in der Frühphase der Entwicklung

Zwei- bis dreijährige Kinder entwickeln sich schnell und entdecken ihre Unabhängigkeit. Diese neue Entdeckung ist für Kinder neu und sehr reizvoll.

Für Eltern bedeutet dieser Entwicklungsschritt vor allem, dass Sie richtig auf das Verhalten von Kindern zu reagieren haben. Dazu gehören auch sinnvolle und richtige Konsequenzen bei Kindern.

Kinder wollen im Vorschulalter Dinge selbständig meistern, sie erlangen das Gefühl von „Besitz“ und sie lernen vor allem von den Eltern getrennt zu sein. (Siehe Trennungsangst bei Kindern)

Sie teilen während dieser Entwicklungsphase eher selten ihr „Eigentum“ mit anderen und benutzen des Öfteren das Wort „NEIN“.

Vier- bis sechsjährige Kinder und deren Entwicklung

In dieser Altersstufe lernen die Kinder, die Welt auf eigene Faust zu erkunden.

Sie nutzen Ihre Selbständigkeit, um auf „eigenen Füßen“ alles zu bewältigen und Neues zu entdecken.

Kinder in diesem Alter sind sehr neugierig und kreativ. Sie entwickeln eigene Ideen, und wollen nicht immer auf die Mama hören.

Wie reagieren Sie nun richtig auf Kinderverhalten in unterschiedlichen Altersstufen?

Richtige Konsequenzen bei Kindern in der Kindererziehung

Das bisherige Wissen, soll Ihnen helfen, die Entwicklungsstufe und neue Herausforderungen Ihres Kindes zu erkennen.

Das Verhalten eines Kindes kann nie vollständig beeinflusst werden. Dennoch ermöglichen Ihnen diese Informationen, damit Sie mehr Geduld in der Erziehung und mehr Verständnis für Kinderverhalten zeigen.

Zudem können Sie durch richtige Konsequenzen bei Kindern, Ihrem Kind Möglichkeiten der Weiterentwicklung schaffen.

Daraus ergeben sich für Sie wichtige Erziehungsaufgaben!

Grundlegende Aufgaben für Eltern in der Kindererziehung

Um möglichen schwerwiegenden Konsequenzen für Ihr Kind aus dem Wege zu gehen, empfehlen wir Ihnen, im Voraus Streitigkeiten bei Kindern zu vermeiden.

Sie können Streit unter Kinder vorbeugen.

Beispiel:

  • Kinder wollen manche ihrer Spielzeuge ungern mit anderen teilen. Zum Beispiel, wenn Ihr Kind ein neues Spielzeug erhält. Falls andere Kinder zu Besuch kommen, sollten Sie im Voraus abklären, welche Spielzeuge Ihr Kind nicht mit anderen teilen möchte, sodass Sie diese an einen besonderen Ort abstellen, ohne dass jemand anderes es benutzen kann.
  • Andere Punkte wiederum werden ebenfalls erwähnt, wie zum Beispiel, welche seiner Spielzeuge auch andere nutzen dürfen.

Indem Sie im Voraus diese möglichen Streitpunkte unter Kindern beheben, erkennen Sie zum Einen das Bedürfnis Ihres Kindes „Eigenes“ zu haben an, und zum Anderen wird das Verhalten Ihres Kindes sozialverträglich angepasst.

Sicherlich gibt es für Kinder auch weitere sinnvolle Konsequenzen.

Über sinnvolle Konsequenzen bei Kindern

Eine Konsequenz sollte immer und unmittelbar auf ein bestimmtes Verhalten Ihres Kindes bezogen sein. Demzufolge kann eine Konsequenz entweder positiv oder negativ sein.

In ganz besonderen Fällen können Sie sich für eine negative Konsequenz entscheiden, wenn ein schwerwiegendes Verhalten Ihres Kindes vorliegt.

Zudem können Sie negative Konsequenzen verwenden, um zum Beispiel Grenzen bei Ihrem Kind zu erzwingen oder Regeln zu verstärken, wenn einfache Vorgaben nicht fruchten.

Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, wie und warum Sie welche Konsequenzen bei Kindern durchsetzen wollen.

Wenn Ihre Konsequenzen uneinheitlich und überbeansprucht werden, können unerwünschte Effekte eintreten.

Bestärken Sie daher eher die positiven Verhaltensweisen Ihres Kindes und schenken diesen mehr Aufmerksamkeit.

Wenn Sie auf ein Verhalten Ihres Kindes positiv reagieren, müssen Sie weniger mit negativen Konsequenzen agieren.

Wir wollen Ihnen das Ganze mit Beispielen aufzeigen.

Verhalten und Konsequenzen bei Kinderverhalten – 3 Beispiele

In punkto Konsequenzen bei Kindern gibt es drei gemeinsame Szenarien.

1.

Ihr Kind erhält eine positive Konsequenz auf ein bestimmtes (meist positives) Verhalten. Diese Vorgehensweise bestärkt ein erwünschtes Kinderverhalten. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass in Zukunft dieses Verhalten unter denselben Umständen erneut geschieht.

Beispiel: Sie loben Ihr Kind, für das Sitzen und Essen der Mahlzeit am Tisch. (Das Lob ist in diesem Fall die sinnvolle Konsequenz für ein bestimmtes Verhalten.)

2.

Ihr Kind verhält sich auf eine positive Weise, dass es eine negative Konsequenz dadurch vermeidet. Diese erhöht ebenfalls die Wahrscheinlich, dass in Zukunft unter denselben Umständen dasselbe Verhalten erneut geschieht.

Beispiel: Ihr Kind zieht die schlammigen Stiefel vor der Haustür aus, sodass es nicht den Schlamm vom Boden (was in dem Fall die Konsequenz wäre) wegwischen muss.

3.

Ihr Kind verhält sich auf eine Weise, dass es zu einer negativen Konsequenz kommt. Somit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass eben dasselbe Verhalten in Zukunft noch einmal vorkommt.

Beispiel: Ihr Kind wirft ein Spielzeug weg und Sie tun das Spielzeug weg (negative Konsequenz), für den Rest des Tages.

Wie Sie aus diesen Beispielen erfahren haben, gibt es unterschiedliche Formen von Konsequenzen, die sinnvoll sein können.

Aber Vorsicht!
Eine Konsequenz, die Ihnen negativ erscheint, könnte für Ihr Kind positiv sein. Achten Sie genau, ob eine Konsequenz positiv oder negativ auf Ihr Kind wirkt.

 

Beispiel:

  • Ihr Kind spielt sehr gerne im Sandkasten. Wenn Ihr Kind ein anderes Kind beißt, während es mit einigen seiner Spielblöcken spielt, und sie Ihr Kind deswegen in den Sandkasten beordern, wird das negative Verhalten (Beißen eines anderen Kindes) gefördert. Für Ihr Kind sieht es so aus, als dürfe es als Folge von Beißen immer in den Sandkasten zum Spielen!

Bestrafen Sie Ihr Kind nicht mit etwas, was es gerne tut oder mag!

Natürliche Konsequenzen im Alltag bei Kindern

Natürliche Konsequenzen sind Lektionen für Kinder, die sie im Alltag machen. Sie sollen daraus lernen.

Manchmal ist es sogar besser, wenn Kinder die natürlichen Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens erfahren.

Aus Erfahrungen im Alltag können Kinder lernen, dass ihre Handlungen Konsequenzen haben.

Kinder übernehmen fortan Verantwortung für das, was sie tun.

Hier einige wenn-dann Beispiel:

  • Wenn Ihr Kind sich weigert, einen Mantel anzuziehen, dann wird es sich kalt anfühlen!
  • Wenn Ihr Kind nichts isst, dann wird es sich hungrig fühlen.
  • Wenn Ihr Kind die Hausaufgaben nicht macht, dann wird es Probleme mit der Lehrkraft geben.
  • Wenn Ihr Kind Regeln beim Spielen auf dem Schulhof nicht einhält, dann wird es dafür natürliche Konsequenzen im Freundeskreis geben.

Dies sind einige wichtige, aber harte Lektionen für Kinderverhalten im Alltag.

Der Alltag und das Leben ist meist ein besserer und schnellerer „Lehrer“ als Eltern oder die Schule.

Dafür müssen Sie nicht Hinhalten oder die Spaßbremse sein. Sie dürfen bei harten Konsequenzen mit Ihrem Kind mitfühlen, aber trotzdem in der Lage sein, sich zu rechtfertigen: „Ich sagte dir doch, dass…!“

Selbst wenn sich Ihr Kind darüber ärgert, über diesen einzigartigen Eltern-Satz: „Ich sagte dir doch gleich, dass…!“

Dennoch gibt es für Eltern auch Grenzen bei Kinderkonsequenzen.

Kind vor (schwerwiegenden) natürlichen Folgen schützen

Manchmal aber müssen Sie Ihr Kind vor natürlichen Folgen schützen. Die Folge eines gefährlichen Verhaltens mit dem Messer könnte eine Verletzung sein, wovor Sie Ihr Kind schützen müssen.

Weiterhin kann dauerhaftes Vermeiden von Schulaufgaben zu ungenügenden Schulnoten führen; auch davor müssen/sollten Sie Ihr Kind schützen und selbst die Verantwortung für Ihr Kind übernehmen.

Sinnvolle Konsequenzen für Kinderverhalten

„Logische Konsequenz“ wird bezeichnet, wenn Sie eine Konsequenz auferlegen, die mit dem Verhalten zusammenhängt, das Sie entmutigen möchten dies zu tun.

Beispiel:

  • Wenn ein Kind albern ist und sein Getränk verschüttet, muss es es abwischen.
  • Wenn ein Fahrrad in der Einfahrt gelassen wird, wird es für den Rest des Nachmittags weggestaut.
  • Wenn Kinder wegen eines Spielzeugs kämpfen, wird das Spielzeug für 10 Minuten weggetan.

Der Vorteil der damit verbundenen Konsequenzen ist, dass Sie Ihr Kind auffordern über sein Verhalten nachzudenken.

Weiterhin sind die logischen Konsequenzen meist gerecht und berechtigt. Zu guter letzt funktionieren logische Konsequenzen meist sehr gut.

Andere Arten von Konsequenzen bei Kindern – „Timeout“ oder „Liebesentzug“

Andere Arten von Konsequenzen sind mit (Liebes-)Entzug oder „Timeout“ verbunden.

Beide Fälle von Konsequenzen sollten bei Kindern mit großer Vorsicht eingesetzt werden!

Hierbei geht es auch darum, dass Ihr Kind über sein Verhalten nachdenkt und mit einer Sache/Situation oder Handlung ganz aufhört.

Bei dieser Art von Konsequenz nehmen Sie Ihrem Kind etwas weg, oder geben ihm/ihr die „Timeout“ (Rote-)Karte.

Beispiel:

  • Ihr Kind bricht sein Versprechen und kommt zu Spät von der Schule ohne einen triftigen Grund – Sie streichen für heute Abend das Fussballtraining.
  • Ihr Kind bewirft andere Kinder mit Essen oder spuckt im Wohnzimmer auf den Boden – sie zeigen die „Timeout“ Karte und nehmen Ihr Kind zu sich bis es sich beruhigt und zeigen derweil keine Zuneigung.

Bei einem „Timeout“ können Sie Ihr Kind auch auffordern, zu einem bestimmten Ort – eine Ecke, Stuhl oder Zimmer – zu gehen. So ist es für kurze Zeit von Aktivitäten und anderen Menschen ausgeschlossen, bis es sich wieder beruhigt hat.

Beide Alternativen für Konsequenzen bei Kindern sollten Sie bedacht anwenden.

Wir hoffen, dass Sie das Prinzip von richtigen Konsequenzen bei Kindern verstehen konnten.

 

Im zweiten Teil erfahren Sie mehr über die – 15 wertvolle Tipps für sinnvolle Konsequenzen bei Kindern!

 

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