Symbolischer Akt und Wertevermittlung von Ritualen für Kinder in der Erziehung – Die Taufe

ein Gastbeitrag

Die Taufe als Symbol für Reinheit und Wiedergeburt, sowie Wertevermittlung bei Kindern. In diesem Gastbeitrag geht es um die Bedeutung von Ritualen in der Kindererziehung.

Wie ist die Taufe in Deutschland geregelt, was leisten die Kirchen, und müssen Eltern ihre Kinder unbedingt taufen? Viel wichtiger erscheint hierbei weiterhin die Sicht der Kinder auf diesen symbolischen Akt.

Welche Werte sollen bei einer Taufe vermittelt werden, was verbirgt sich hinter der symbolischen Vermittlung von Reinheit und Wiedergeburt.

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Wenn beide Elternteile katholisch sind, so wird grundsätzlich eine katholische Taufe durchgeführt, gehört ein Elternteil dem evangelischen Glauben oder einer anderen Religion an, liegt es an den Eltern sich zu einigen auf welche Religion oder ob überhaupt getauft werden soll.

Je nachdem wie die Eltern sich entscheiden, in Deutschland kann ein Kind grundsätzlich nicht zu einer Religion gezwungen werden und auch durch eine Taufe kein Druck ausgeübt werden.

Da ein Kind mit 14 religionsmündig ist darf es immer selber entscheiden ob es eine Religion weiter ausleben möchte oder nicht. Von daher spricht erst einmal nichts gegen eine Taufe des Kindes.

Außerdem ist eine Taufe auch ein schönes Ritual, dass viele Eltern nicht missen wollen. Auch wenn beide Elternteile keiner Religion angehören oder aus der Kirche ausgetreten sind, kommt es oft vor, dass sie sich entscheiden, ihr Kind christlich taufen zu lassen.

Die Kirche darf in diesem Fall eine Taufe nicht ablehnen da jedes Baby und jedes Kind ein Recht auf eine Taufe hat. Dennoch, eine religiöse Selbstbestimmung ist wichtig und auch wenn ein Kind in seinen ersten Lebensjahren in einer religiösen Umgebung aufwächst, dürfen Eltern und Erziehungsberechtigte dieses nicht an der Entscheidung hindern, später ohne Religion zu leben, oder sich einer anderen Konfession oder Religion zuzuwenden.

In Deutschland sind Kirche und Staat grundsätzlich getrennt, daher ist auch der Staat nicht zuständig über die Religion eines Kindes zu bestimmen und es einer Religion zuzuordnen.

Folglich liegt auch die Entscheidung einer Taufe bei den Eltern des Kindes. Neben den religiösen Aspekten, bedeutet die Taufe für viele auch die Eingliederung des Kindes in eine Gemeinschaft. Die Zugehörigkeit zu einer Kirche bringt für Kinder auch attraktive Freizeitangebote mit sich, die gerade in der Grundschulzeit für viele Kinder wichtig ist.

Die Kommunion, der Kommunionsunterricht oder auch die Konfirmation und damit verbunden Freizeiten, gehören für viele Kinder dazu und helfen Freundschaften zu schließen und Werte zu vermitteln.

Für viele Eltern ist es zudem wichtig, dem eigenen Kind die Möglichkeit zu geben Wissen über Religion zu bekommen, um später selbständig entscheiden zu können ob es diese Religion ausleben möchte oder halt nicht.

Wer sein Kind nicht christlich taufen lassen möchte, aber dennoch gerne eine Taufe hätte, ist nicht zwangsläufig an die Kirche gebunden.

Eine freie Taufe ist eine gute Alternative das Kind willkommen zu heißen. Solch eine Taufe wird grundsätzlich durch einen sogenannten freien Prediger gehalten. Dieser kann sich, was den Ablauf angeht, komplett an die Wünsche des Elternpaars halten und gewünschte Elemente einer Taufe mit einbringen.

Auch bei der Wahl des Ortes für die Taufe sind Eltern so nicht an die Kirche gebunden sondern können die Taufe auch im Freien, zum Beispiel im eigenen Garten stattfinden lassen.

Für welche Taufe Sie sich auch entscheiden, ist es schön, Ihr Kind in diese Welt willkommen zu heißen, ob im Kreise der Familie oder mit einer großen Feier. Passende Taufkarten und Dankeskarten finden Sie hier.

 

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